Warum besteht Jodmangel und wie hoch ist das tägliche Joddefizit?
  Der Jodmangel ist eine Folge der Entstehung unseres Lebensraumes. Nach der letzten Eiszeit wurde Jod vom Gletscherwasser aus den Böden herausgelöst und ins Meer geschwemmt. Deshalb sind unser Trinkwasser und unsere Nahrung jodarm. Lediglich Seefisch und andere Meeresfrüchte, z. B. manche Tangarten, enthalten viel Jod. Eine große Studie, die 1993/1994 in 32 Regionen Deutschlands durchgeführt wurde, ergab, daß die tatsächliche durchschnittliche Jodaufnahme mit ca. 70 µg/Tag erschreckend niedrig ist. Daraus ergibt sich ein durchschnittliches Joddefizit bei Jugendlichen und Erwachsenen von 120 - 130 µg Jod/Tag, bei Schwangeren und Stillenden erhöht sich das Joddefizit auf 170 - 190 µg/Tag.
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