Warum benötigen Schwangere und Stillende mehr Jod?
  Schwangere brauchen mehr Jod, weil der mütterliche Grundumsatz steigt, der Jodverteilungsraum sich vergrößert und über die Niere vermehrt Jod verloren geht. Auch wird die Produktion sogenannter Transporteiweiße gesteigert, die dann vermehrt T4 und T3 abbinden.

Ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel kann sich das Ungeborene (der Fet) nicht mehr auf die Versorgung mit Schilddrüsenhormonen verlassen, da der Mutterkuchen eine zunehmende Barriere für T4 und T3 darstellt. Deshalb ist der Fet bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche in der Lage, selbst Schilddrüsenhormone zu produzieren. Das hierfür nötige Jod erhält er über die Mutter. Ähnlich ist es nach der Geburt: der gestillte Säugling erhält Jod ausschließlich über die Muttermilch. Der Jodbedarf ist nur gedeckt, wenn die Mutter optimal mit Jod versorgt ist.
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