Wann werden Jodid-Tabletten eingesetzt?
  Die in der Apotheke rezeptfrei erhältlichen Jodid-Tabletten können sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von jodmangelbedingten Schilddrüsenkrankheiten eingesetzt werden. Ähnlich wie die Vitamine ist Jod eine lebensnotwendige Substanz, die man auch als Vitamin 'J' bezeichnen könnte.

Zur Vorbeugung eines Kropfes ist die Einnahme von Jodid-Tabletten besonders Familien, in denen bereits Kröpfe aufgetreten sind, sowie in der Pubertät, Schwangerschaft und Stillzeit zu empfehlen. Denn Deutschland ist ein Jodmangelgebiet. Mit Ausnahme von Meeresfrüchten, wie z.B. Hochseefischen, enthalten alle Lebensmittel nur sehr wenig Jod. Die Schilddrüse benötigt Jod, um die lebensnotwendigen Schilddrüsenhormone zu produzieren. Der Jodbedarf eines Erwachsenen liegt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei etwa 200 Mikrogramm pro Tag (ein Mikrogramm ist ein Millionstel Gramm). Schwangere und Stillende benötigen noch mehr Jod. In Deutschland nehmen Erwachsene im Durchschnitt jedoch täglich nur 70 bis 80 Mikrogramm Jod auf.

Bei Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und vor allem jüngeren Erwachsenen können Jodid-Tabletten auch zur Behandlung, das heißt Rückbildung (Verkleinerung) eines jodmangelbedingten Kropfes eingesetzt werden.


Welche Nebenwirkungen haben Jodid-Tabletten?

Die vorbeugende Einnahme von Jodid-Tabletten ist unbedenklich und verursacht in der Regel keine Nebenwirkungen. Die zugeführte Jodmenge ist so gering, daß sogar bei Personen mit Jodüberempfindlichkeit selten Reaktionen auftreten.

Jodallergien sind bei der Einnahme von Jodid-Tabletten ebenfalls nicht zu erwarten.

Auch bei der sogenannten 'Jodakne' spielen diese geringen Jodmengen keine Rolle.
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