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Wann werden Schilddrüsenhormon-Tabletten eingesetzt? |
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Schilddrüsenhormon-Tabletten werden
- zur Rückbildung von Kröpfen sowie zur Behandlung von
- angeborener Unterfunktion oder
- erworbener Unterfunktion infolge von Operation, Radiojodbehandlung oder Schilddrüsenentzündung
eingesetzt.
Schilddrüsenhormon-Tabletten bei Unterfunktion
Bei der Unterfunktion werden die Hormone, die die kranke Schilddrüse
nicht mehr in ausreichender Menge bilden kann, in Form von Schilddrüsenhormon-Tabletten
verabreicht. Damit wird eine ausgeglichene Stoffwechsellage herbeigeführt
und aufrechterhalten.
Schilddrüsenhormon-Tabletten bei Kropf
Bei Vorliegen eines Kropfes wird die vergrößerte Schilddrüse
durch die Gabe von Schilddrüsenhormon-Tabletten entlastet; sie wird
sozusagen ruhig gestellt. Die Schilddrüse wächst nicht weiter
und verkleinert sich allmählich wieder.
Da dieser Prozeß eine gewisse Zeit braucht, sollten die Tabletten
regelmäßig über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren eingenommen
werden. Danach wird die Hormonbehandlung in der Regel beendet. Um ein erneutes
Wachstum der Schilddrüse zu verhindern, ist dann die Einnahme von
Jodid-Tabletten zu empfehlen. Denn ohne Ausgleich des Jodmangels würde
sich sehr bald wieder ein Kropf bilden.
Möglich ist auch die Gabe eines Kombinationspräparates
aus Schilddrüsenhormon und Jodid. Bisherige Erfahrungen deuten
darauf hin, daß mit dieser Behandlung eine schnellere und nachhaltigere
Wirkung erzielt werden kann als bei alleiniger Gabe von Schilddrüsenhormonen.
Welche Nebenwirkungen gibt es?
Die in den Tabletten enthaltenen Hormone sind identisch mit den körpereigenen
Schilddrüsenhormonen. Die Körperzellen können zwischen dem
körpereigenen und dem als Tablette eingenommenen Hormon nicht unterscheiden.
Einige Patienten lassen sich jedoch immer wieder von den in Beipackzetteln
aufgelisteten Nebenwirkungen verunsichern und setzen die Tabletten deshalb
ab. Die dort aufgeführten Nebenwirkungen können im Einzelfall
- müssen aber nicht - auftreten. Auf keinen Fall sollte
man die Behandlung deshalb abbrechen. In vielen Fällen genügt
es, wenn der Arzt die Dosis vorübergehend senkt und nach einigen Wochen
wieder zur ursprünglichen Menge zurückkehrt. Das Präparat
wird dann meist besser vertragen.
Zu Beginn der Behandlung können bei einigen Patienten leichte Beschwerden
auftreten, die denen einer Überfunktion ähneln. Diese entstehen
durch die stoffwechselsteigernde Wirkung der Schilddrüsenhormone.
Die Beschwerden treten jedoch in der Regel nur vorübergehend auf.
Die langjährige Tabletteneinnahme ist nicht schädlich, da es
sich - wie oben beschrieben - um körpereigene Wirkstoffe handelt.
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