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Wann werden Schilddrüsenblocker (Thyreostatika) eingesetzt? |
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Die sogenannten Thyreostatika werden zur Behandlung der Überfunktion
durch heiße Knoten oder durch die Basedowsche Krankheit eingesetzt.
Es handelt sich hierbei um eine Gruppe von Medikamenten, die die Bildung
der Schilddrüsenhormone verlangsamt oder ganz blockiert. Dadurch wird
eine Normalisierung der Hormonkonzentration im Blut erreicht, so daß
sich die Symptome der Überfunktion zurückbilden. In der Regel
dauert es jedoch einige Wochen bis sich der Stoffwechsel normalisiert.
Der Grund: Die Präparate hemmen lediglich die Neubildung der Schilddrüsenhormone,
nicht aber die Abgabe der bereits in der Schilddrüse gespeicherten
Hormonvorräte.
Bei der Behandlung von heißen Knoten dienen Thyreostatika in erster
Linie zur Vorbereitung einer Operation oder Radiojodbehandlung, denn hier
ist keine Spontanheilung zu erwarten. Das autonome Schilddrüsengewebe
muß letztlich entfernt werden.
Die Einnahme von Schilddrüsenblockern erfolgt bei der Basedowschen
Krankheit in der Regel nicht länger als ein bis eineinhalb Jahre.
Bei der Basedowschen Krankheit wird durch den sogenannten Auslaßversuch
festgestellt, ob in der Zwischenzeit eine Spontanheilung eingetreten ist.
Welche Nebenwirkungen gibt es?
Bei weniger als fünf Prozent der Patienten treten nach Einnahme
von Schilddrüsenblockern allergische Hautreaktionen auf.
In noch selteneren Fällen kann es zu einer Unterdrückung der
Bildung weißer Blutkörperchen im Knochenmark kommen. Erste Anzeichen
dafür können Fieber und Halsschmerzen sein. Die Medikamente sollten
dann sofort abgesetzt werden.
Aufgrund der möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen sind bei
der Behandlung mit Thyreostatika regelmäßige Kontrolluntersuchungen
durch den Arzt besonders wichtig.
Bei erfolgreicher Behandlung kann der Patient - über sein Gewicht
vor der Überfunktion hinaus - zunehmen. Dies ist darauf zurückzuführen,
daß die Eßgewohnheiten während der Überfunktion,
in der der Körper sehr viel Nahrung verbrennen konnte, beibehalten
werden. Der Stoffwechsel läuft jetzt jedoch wieder normal, so daß
auch die Eßgewohnheiten wieder angepaßt werden sollten.
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