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Wann ist eine Operation notwendig? |
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Eine Operation wird in der Regel bei
- sehr großen Kröpfen mit Behinderung der Atmung oder des Schluckens,
- heißen oder kalten Knoten,
- der Basedowschen Erkrankung,
- dem Schilddrüsenkrebs
durchgeführt.
Ziele der Operation können sein:
- das Beseitigen der lokalen Verdrängung von Luftröhre und/oder Speiseröhre durch die vergrößerte Schilddrüse,
- das Aufheben von Funktionsveränderungen sowie teilweise auch
- die Klärung eines Krebsverdachtes oder die Entfernung von bösartigem Gewebe.
Wie läuft eine solche Operation in der Regel ab?
In den meisten Fällen wird der Patient ein bis zwei Tage vor der
Operation stationär aufgenommen. Der Chirurg und der Narkosearzt besprechen
mit ihm Einzelheiten der Operation und der Narkose. Am Abend vor dem Eingriff
erhält er ein Schlafmittel. Am Operationstag selbst werden dem Patienten
weitere Medikamente zur Vorbereitung der Operation gegeben. Nach Einleitung
der Narkose entfernt der Chirurg in der Regel die krankhaft veränderten
Schilddrüsenanteile bis auf beiderseits kleine Restlappen. Unter bestimmten
Bedingungen werden nur einzelne, isolierte Knoten aus dem Kropf herausgeschält.
Was passiert nach der Operation?
Nach dem Aufwachen können Beschwerden, wie beispielsweise Übelkeit
oder Mattigkeit auftreten. Doch schon am darauffolgenden Tag kann der Patient
bereits wieder Speisen zu sich nehmen.
Die durch die Operation bedingten Schmerzen sind sehr gering und können
bei Bedarf durch Schmerzmittel gelindert werden. Die Fäden werden
in der Regel nach etwa einer Woche entfernt. Leichte Beschwerden im Bereich
der Narbe, zum Beispiel beim Anheben oder Drehen des Kopfes oder auch beim
Schlucken, lassen sehr bald nach. Auch die Rötung der Narbe geht allmählich
zurück.
In der Regel ist bei der Schilddrüsenoperation nur ein Krankenhausaufenthalt
von etwa einer Woche erforderlich. Doch sollte sich der Patient in den
ersten beiden Wochen zu Hause noch schonen.
Nach der Operation wird meist eine weiterführende Behandlung mit
Jodid- und/oder Schilddrüsenhormon-Tabletten durchgeführt. Dadurch
wird zum einen ein erneutes Wachstum der restlichen Schilddrüse verhindert,
zum anderen eine möglicherweise verminderte Hormonproduktion durch
die kleine Restschilddrüse ausgeglichen.
Gibt es Risiken? Wenn ja, welche?
Durch moderne Narkose- und Operationstechniken gibt es bei einer Schilddrüsenoperation
nur sehr selten Komplikationen. Es besteht daher kein Anlaß, sich
vor einem solchen Eingriff zu ängstigen. Aufgrund ihrer Häufigkeit
gehören Schilddrüsenoperationen heute - ähnlich wie Blinddarmoperationen
- zu den Standardeingriffen.
Bei weniger als einem Prozent der Patienten können die Stimmbandnerven
- bedingt durch ihre Lage - angegriffen werden. Meist handelt es sich dabei
aber nur um eine vorübergehende Funktionsstörung, die sich wieder
zurückbildet. Die mangelnde Funktion eines möglicherweise ausgefallenen
Stimmbandes kann darüber hinaus nach entsprechenden Stimmübungen
durch das gegenüberliegende Stimmband ausgeglichen werden.
In seltenen Fällen können die Nebenschilddrüsen geschädigt
oder unbeabsichtigt entfernt werden. Diese regulieren den Kalziumstoffwechsel
des Körpers. Insgesamt gibt es vier Nebenschilddrüsen, so daß
meist die noch gesunden die Funktion der ausgefallenen mit übernehmen.
Vorübergehend kann jedoch die Einnahme von Kalziumtabletten erforderlich
sein.
In der Regel heilt die Halswunde gut ab, so daß in fast allen
Fällen nach einiger Zeit die Narbe kaum noch zu sehen ist. Sie verschwindet
zum Teil in einer Hautfalte des Halses.
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