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Einleitung |
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Die Hashimoto-Thyreoiditis zählt zu den
Autoimmunkrankheiten der Schilddrüse. Der exotische Name dieser Form der
Schilddrüsenentzündung geht auf den Erstbeschreiber der Krankheit, den japanischen Arzt
Hashimoto zurück. Normalerweise ist eine Entzündung die Reaktion des Körpers auf
Krankheitserreger. Im Fall der Hashimoto-Thyreoiditis ist dies jedoch anders: der
Organismus sieht körpereigene Schilddrüsenzellen als fremd an. Daraufhin produziert das
Immunsystem Abwehrstoffe gegen Zellstrukturen des eigenen Organismus, sogenannte
Autoantikörper. Sie können die Schilddrüsenzellen schädigen. Bei der sogenannten
atrophischen (=schwindend) Form zerstören sie einen Teil des gesunden
Schilddrüsengewebes. Als Folge kann die Schilddrüse dem Körper nicht mehr genügend
Hormone zur Verfügung stellen. Bei der in Deutschland seltener vorkommenden hypertrophen
(=vergrößernden) Form findet sich eine oft schmerzlose Vergrößerung der Schilddrüse
und ihrer Zellen wie bei einer Kropfbildung (Struma). Neben den durch Antikörper
geschädigten Schilddrüsenzellen finden sich in der kranken Schilddrüse große
Ansammlungen von weißen Blutkörperchen (Lymphozyten), die entweder selbst gegen
feindliche Strukturen vorgehen oder Abwehrstoffe produzieren.
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